VOR: Ericsson 4 gewinnt In-Port Races in Singapore

Im Ergebnis der beiden In-Port Race-Wettfahrten nimmt Ericsson 4 mal wieder die meisten Punkte mit nach Hause, wobei die Entscheidung knapp war. Die erste Wettfahrt entschied Puma für sich, die zweite Ericsson 4, wobei Puma da nur den 4. Platz belegt.

PLAY OF THE DAY: ERICSSON 4 / ERICSSON 4 BACK ON TOP

Ericsson 4 kann damit den Vorpsrung in der Gesamtwertung weiter leicht ausbauen und bleibt der Dominator des diesjährigen Volvooceanraces.


Foto: Rick Tomlinson / Volvo Ocean Race

VOR: InPort Race Singapore

Morgen um 13.00 Uhr Ortszeit soll das InPort Race in Singapore stattfinden. Über die kleinen Schwierigkeiten beim Einrichten eines Regattakurses in einem der betriebsamsten Häfen der Welt berichtet der Artikel:
BUILDING THE RACE TRACK

Parallel dazu bereiten sich auch die Teams auf die Wettfahrt vor, indem sie miteinander trainieren:


Foto: Volvooceanrace aus dem Artikel: PRACTICE MAKES PERFECT

Mast ab

Nach der Rettung von Le Cam scheint nun das Rennen auch für Riou endgültig vorbei zu sein. Auf Grund der Beschädigung seines Rigs bei der Rettungsaktion, die ihm zu dem Zeitpunkt schon fast den Mast gekostet hat, konnte die Reparatur des Auslegers nur notdürftig erfolgen und so fiel der Mast ca. 55 Seemeilen vor dem angepeilten chilenischen Hafen Port Williams, von wo ein Schiff zur Rettung auslief und die beiden abschleppte.Das würde bedeuten, daß nur noch 12 der insgesamt 30 gestarteten Segler weiter dabei sind.

PRB dismasts Riou and Le Cam safe

An der Spitze geht der Zweilampf inzwischen weiter, während Desjoyeaux einen Kurs weiter auf dem Meer steuerte, versuchte Jourdain ihm mit einer etwas direkteren Route entlang der Küste Meilen abzunehmen. Inzwischen steuert aber auch er wieder weiter aufs Meer hinaus, um dem abnehmenden Wind zu entgehen.

Gekentert und abgeborgen


© MARINE CHILIENNE / Vendée Globe

Die Kenterung von Jean Le Cam hat zum Glück ein gutes Ende genommen. Heute morgen konnte er seiner Basiscrew per Telefon mitteilen, daß er massive Probleme mit seinem Schiff hat, ehe der Kontakt zu ihm abbrach. Die Rettung konnte dadurch direkt eingeleitet werden.

Die Kenterung der Yacht erfolgte ca. 200 Seemeilen vor Kap Horn bei normalen Wetterbedingungen. Ursache scheint der Aufnahme zu Folge der Verlust der Kielbombe gewesen zu sein.

Zur Rettung wurde zum einen ein kleiner Öltanker, der sich in diesem Seegebiet befand, gerufen. Zum anderen wurden auch zwei andere Teilnehmer am Vendee Globe umgeleitet. Leider konnte der Tanker ins Geschehen nicht eingreifen, da auf Grund des Seegangs das Beiboot nicht zu Wasser gelassen werden konnte.

Gerettet wurde Le Cam schließlich durch Vincent Riou, der bei der Aktion noch sein eigenes Boot beschädigte. Im Artikel Fourth time lucky, Riou describes Le Cam’s rescue wird kurz beschrieben, wie die Rettung ablief.

Umrundung / Die letzten 14

Die beiden Führenden bei der Vendee Globe haben Kap Horn umrundet und segeln jetzt mit relativ "wenig" Wind nach Norden entlang der argentinischen Küste. Der Abstand zum letzten und Vorletzten beträgt inzwischen um 6.000 Seemeilen oder umgerechnet ca. 2 1/2 Wochen. (Goodbye Pacific, hello Atlantic)

Das Feld hat sich unterdessen weiter verkleinert. Jonny Malbon mit seiner Yacht Artemis mußte das Rennen beenden, da sein Großsegel langsam aber sicher delaminierte, sich also auflöste. Er ist jetzt auf dem Weg zur Südinsel von Neuseeland und ist damit der 16. von insgesamt 30 gestarteten Seglern, der das Rennen vorzeitig abbrechen. (Malbon’s main forces retirement)

Kap Horn

Für die Spitze beim Vendee Globe geht in den nächsten Stunden eine weitere Teiletappe bei der Non-Sop-Umrundung der Welt zu Ende.  Kap Horn wird umrundet und anschließend der Bug der Schiffe nach Norden gerichtet. Mit dem Verlassen des Südpazifiks sollte auch die Zahl der Ausfälle zurück gehen, da dadurch die Roaring Forties und Furios Fifties bald verlassen werden.

Das das Segeln im Südpazifik kein Kinderspiel ist, zeigt zum einen das folgende Bild, bei dem die Yacht Foncia von Michel Desjoyeaux mal wieder zur Badewanne wird, zum anderen aber auch die Tatsache, daß inzwischen nur noch 15 statt der gestarteten 30 Schiffe unterwegs sind.


© Jean-Marie Liot / DPPI / Vendée Globe

Zum Glück ging bisher alles halbwegs glimpflich ab, der größte "Schaden" bei einem der Segler war ein gebrochener Oberschenkel. Wäre dies allerdings an etwas weiter weg von Australien passiert, hätte es ganz schnell sehr ernst werden können.