Rechteentzug

>>Noch nie wurden dem Defender so viele Rechte genommen wie bei diesem America’s Cup. Wir haben uns gegen die verschiedenen Entscheidungen des Gerichts immer wieder gewehrt, aber es ist nun einmal ein America’s Cup und nicht ein Europa Cup.<<

Ernesto Bertarelli im Interview mit der NZZ zum letzten Americas Cup: Alinghi gibt es weiter – nach einer Atempause

2:0

Am Wochenende hat der Trimaran von BMWORACLE den Katamaran von Alinghi zum zweiten mal geschlagen und damit den 33. Americas Cup vorläufig gewonnen. Sportlich war es nicht besonders spannend, da es nur um reine Geschwindigkeit ging, gerichtlich könnte es noch spannend werden, da noch Klagen offen sind und jederzeit auch irgendwer neu klagen könnte. Was dabei oft nur wenig Beachtung findet, sind die Menschen, die das Projekt am Laufen halten und oft nicht so sehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Die FAZ hat 2 von ihnen interviewt: Was hat dieses Batmobil mit BMW zu tun?

Star wird 100

Der Star wird einhundert Jahre alt und "Die Welt" widmet dieser außergewöhnlichen Bootsklasse einen Artikel: Warum die Segelstars den Star segeln

Das Boot ist insbesondere deshalb außergewöhnlich, weil es die mit Abstand älteste olympische Einheitsklasse ist und wohl auch weiter im Programm bleiben wird. Außergewöhnlich ist an der Klasse aber auch, daß es noch immer keinen Spinnaker gibt und auch kein Trapez.Was die Segler an der Bootsklasse begeistert ist mir bisher aber ein Rätsel geblieben. Klar bleibt für mich bleibt aber auch, daß Star-Segler immer Hunger haben, oder warum kamen die Jungs bei der 2003er Kieler Woche zu uns heran und fragten nach etwas eßbarem?

Bildquelle: teamdochnoch.de

Größte Materialschlacht der Meere

Der Spiegel hat’s ganz gut überschrieben, indem er schrieb: >>Die größte Materialschlacht der Meere steht bevor.<< (aus: America’s Cup – Hightech-Giganten am Limit) Gut finde ich es aber trotzdem nicht, denn immer dann, wenn Geld eigentlich keine Rolle mehr spielt, geht es nicht wirklich um fairen Sport. Die ganze Geschichte erinnert mich stark an das absurde Duell zwischen dem amerikanischen Katamaran und dem neuseeländischen Monohull im Jahre 1988, bei dem der Amerikaner Dennis Conner das legendäre „ungleiche Duell“ für sich entschied.

Ganz so ungleich ist es dieses mal nicht, da beide Teams auf Mehrrümpfer setzen, aber die Schiffe sind weit weniger miteinander zu vergleichen als die "klassischen" Americas-Cup-Yachten und so könnten kleine Unterschiede im Wind ganz große Wirkung zeigen und es wird nicht zwingend das seglerisch bessere Team gewinnen.

Aber darum scheint es ja sowieso nicht zu gehen.

Der Spiegelartikel enthält noch ein Paar nette Bilder, das Hamburger Abendblatt hat auch noch einen netten Artikel (Seeschlacht der Milliardärs-Yachten beim America’s Cup) geschrieben und recht aktuell sind immer Die Segelnews.