Von Cap zu Cap

Als Ergänzung zum vorhergehenden Beitrag noch ein Blick auf den gesamten Südatlantik, Südindik und Südpacific. Das Feld hat sich ausgedehnt.

Vendée Globe / Tracking map – Vendée Globe – En – https://www.vendeeglobe.org/en/tracking-map

Vendée Globe – die vordere Hälfte

Kurz nach meinem letzten Blick auf die Vendée Globe 2020 hat sich die vordere Hälfte stark verändert. Alles zog sich auseinander und vor allem Boris Herrmann hat gewonnen. Er befindet sich inzwischen auf Platz 4.

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Die virtuelle Eisgrenze

Wieder ein Blick auf die Vendée Globe. Die Spitze ist inzwischen südlich von Australien angekommen. Wird aber von DownUnder nix sehen. Es hat sich eine Dreiergruppe mit Thomas Ruyant, Yannick Bestaven und Charlie Dalin gebildet, die fast auf Sichtweite fährt… OK – 58 Seemeilen zwischen Platz 1 und 3 sind für die Schiffsgröße doch zu weit.

Charlie Dalin ist von der Spitzenposition auf Platz 3 zurückgefallen und segelt nur noch mit knapp 6 Knoten. Die beiden anderen sind mit 12 bzw. 17 Knoten wesentlich schneller unterwegs.

Dahinter fährt eine 5er-Gruppe, wo die Abstände noch geringer sind. Benjamin Dutreux (4 – 396,5 nm – hinter dem Führenden), Jean Le Cam (5 – 397,2 nm), Damien Seguin (6 – 398.0) sind virtuell in Sichtweite. Die wirklichen Abstände betragen aber jeweils ca. 4,5 Seemeilen. Wobei Jean Le Cam in der Mitte segelt und vielleicht die zwei anderen sieht. Die 3 sind auch die flügellosen im Spitzenbereich.

Am Horizont ist dann Louis Burton (7) zu sehen (ca. 10 Seemeilen hinter dem Trio) und auch Boris Herrmann (8) ist nicht mehr weit. Bei einem Abstand von 2,6 Seemeilen dürfte er Sichtkontakt mit Louis Burton haben. Isabelle Joschke bleibt weiter auf dem 9. Platz mit einem Abstand von ca. 73 Seemeilen auf Boris Herrmann.

Boris Herrmann berichtete in seinem Videoblog von kleinen Basteleien, die ihn beschäftigen: Day 37 – Have a look at the broken hydro generator https://youtu.be/ATQVXKwgZ8Q

Auf dem Screenshot ist schön zu erkennen, wie die Segler die virtuelle Eisgrenze entlangsurfen. Der Screenshot kommt heute mal im Breitformat und deckt einen Bereich von ca. 1.300 Seemeilen ab.

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Südpolarmeer

Die Segler durchqueren bei der Vendée Globe derzeit das Südpolarmeer immer knapp oberhalb der Eisgrenze und die ersten haben inzwischen die Kerguelen passiert. Insgesamt sind auch schon 5 Segler ausgeschieden.

Das restliche Feld hat sich grob in 3 Gruppen aufgeteilt. Zwischen dem Ersten und dem Letzten (Position 28) liegen immerhin 3.821.1 Seemeilen. Wobei Jérémy Beyou nach einem Ruderschaden zur Reparatur nach Les Sables-d’Olonne zurückkehrte und mit einiger Verzögerung neu startete.

Neubeginn für Jérémie Beyou im Vendée-Globe 2020 (https://www.boote.com/artikel/35278/neubeginn-fur-jeremie-beyou-im-vendee-globe-2020)

Die Führungsgruppe umfasst grob gesehen 13 Segler. An der Spitze Charlie Dalin, 222 Seemeilen dahinter Thomas Ruyant. Dann kommt eine Gruppe von 9 Schiffen, die relativ eng beisamemen sind und schließlich die Verfolger Romain Attanasio (Platz 12) und Clarisse Cremer (Platz 13), die allerdings schon 1.175 Seemeilen hinter dem ersten liegt.

In der 9er-Gruppe befinden sich mit Boris Herrmann auf Platz 8 und Isabelle Joschke auf Platz 9 die beiden Deutschen Teilnehmer. Isabelle Joschke ist damit auch beste Frau im Feld. Allerdings erfährt Boris Herrmann mehr Aufmerksamkeit, er spricht sogar schon im Radio.

Was vielleicht noch interessant ist: die Plätze 5 (Jean Le Cam), 6 (Benjamnin Dutreux) und 7 (Damien Seguin) sowie Plätze 11 (Maxime Sorel), 12 und 13 werden von flügellosen Yachten eingenommen. Die Überlegenheit der Flügler bei den Bedingungen ist also doch nicht so riesig. Weitere Flügler befinden sich auf den Plätzen: 14, 15, 16, 17, 21, 26 und 28.

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