Segeln statt Motorboot fahren

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Einstein fuhr wohl einen 20er Jollenkreuzer

Joli Morgann

Wenn es etwas weniger sein soll und schön klassisch, könnte die Joli Morgann das richtige Schiff sein.

Länge: 6.80 m
Länge der Wasserlinie: 5 m
Breite: 1.90 m
Tiefgang: 0.27 m – 1 m
Gewicht : 480 kg
Ballast: 170 kg
Großsegel: 12 m²
Fock: 6 m²

Joli Morgann – Schiffbauwerft Franck Roy
https://cnfr.fr/de/modelle/morgann-kollektion/joli-morgann/

Segeln ist keine exakte Wisseschaft

>>Doch Segeln ist keine exakte Wisseschaft! Für mich ist das Wichtigste, dass ich der jüngeren Generation zeigen konnte, dass man die Vendée Globe auch mit beschränkten Mitteln bestreiten kann.<<

Segeln ist keine exakte Wisseschaft


aus: „Yes We Cam!“-Skipper Le Cam Vierter: „Da muss ich kichern“

Schau dir „Vendée Globe Tagesschau Interview Boris Herrmann“ auf YouTube an

Geschafft: auch Herrmann ist im Ziel

Auch Boris Herrmann hat es inzwischen ins Ziel geschafft. Gesegelt wurde er mit seinem beschädigten Boot 5, da aber auch er an der Rettung von Kevin Escoffier beteiligt war, schiebt er sich noch an Thomas Ruyant vorbei und landet auf dem 4. Platz. Ein beachtliches Ergebnis, mit dem wahrscheinlich nicht viele gerechnet haben.

News – Vendée Globe
https://www.vendeeglobe.org/en/news

Wünschen wir denen, die noch unterwegs sind, eine glückliche und gesunde Heimkehr und immer guten Reisewind!

Vendee Globe Zieleinlauf

Die letzten Stunden / Tage waren bei der Vendee noch einmal unheimlich spannend. Während Charlie Dalin den direkten Kurs durch die Biskaya nahm und so als erster im Ziel ankam, fuhr Louis Burton einen mutigen Haken hinaus auf den Atlantik und konnte Boris Herrmann so überholen und als Zweiter im Ziel einlaufen. Boris Herrmann sah jetzt eigentlich wie der sichere Dritte aus und hatte durch seine Zeitgutschrift von gut 6 Stunden sogar noch die Cahnce auf den Sieg. Kurz vor acht Uhr am Abend kollidierte er aber mit einem Fischer und beschädigte dabei sein Steuerbord-Foil so stark, dass er nur noch ca. 1/3 der Geschwindigkeit der anderen. Yannick Bestaven legte noch einen kleinen Schlußspurt ein und konnte so noch kurz vor dem Ziel Thomas Ruyant abfangen, beide überholten auch Boris Herrman.

Durch diesen Schlußspurt konnte Yannick Bestaven den Abstand auf den ersten Zieleinläufer Cahrlie Dalin so weit verkürzen, dass er durch seine Zeitgutschrift (auf Grund der Teilnahme an der Rettung von Kevin Escoffier) zum Sieger bei der diesjährigen Vendee erklärt wird! Glückwunsch.

Links:
Time Compensations To Skippers Involved In the Rescue of Kevin Escoffier (https://www.vendeeglobe.org/en/news/21075/time-compensations-to-skippers-involved-in-the-rescue-of-kevin-escoffier)

Kollision

Von Cap zu Cap

Als Ergänzung zum vorhergehenden Beitrag noch ein Blick auf den gesamten Südatlantik, Südindik und Südpacific. Das Feld hat sich ausgedehnt.

Vendée Globe / Tracking map – Vendée Globe – En – https://www.vendeeglobe.org/en/tracking-map

Vendée Globe – die vordere Hälfte

Kurz nach meinem letzten Blick auf die Vendée Globe 2020 hat sich die vordere Hälfte stark verändert. Alles zog sich auseinander und vor allem Boris Herrmann hat gewonnen. Er befindet sich inzwischen auf Platz 4.

Vendée Globe / Tracking map – Vendée Globe – En – https://www.vendeeglobe.org/en/tracking-map

Die virtuelle Eisgrenze

Wieder ein Blick auf die Vendée Globe. Die Spitze ist inzwischen südlich von Australien angekommen. Wird aber von DownUnder nix sehen. Es hat sich eine Dreiergruppe mit Thomas Ruyant, Yannick Bestaven und Charlie Dalin gebildet, die fast auf Sichtweite fährt… OK – 58 Seemeilen zwischen Platz 1 und 3 sind für die Schiffsgröße doch zu weit.

Charlie Dalin ist von der Spitzenposition auf Platz 3 zurückgefallen und segelt nur noch mit knapp 6 Knoten. Die beiden anderen sind mit 12 bzw. 17 Knoten wesentlich schneller unterwegs.

Dahinter fährt eine 5er-Gruppe, wo die Abstände noch geringer sind. Benjamin Dutreux (4 – 396,5 nm – hinter dem Führenden), Jean Le Cam (5 – 397,2 nm), Damien Seguin (6 – 398.0) sind virtuell in Sichtweite. Die wirklichen Abstände betragen aber jeweils ca. 4,5 Seemeilen. Wobei Jean Le Cam in der Mitte segelt und vielleicht die zwei anderen sieht. Die 3 sind auch die flügellosen im Spitzenbereich.

Am Horizont ist dann Louis Burton (7) zu sehen (ca. 10 Seemeilen hinter dem Trio) und auch Boris Herrmann (8) ist nicht mehr weit. Bei einem Abstand von 2,6 Seemeilen dürfte er Sichtkontakt mit Louis Burton haben. Isabelle Joschke bleibt weiter auf dem 9. Platz mit einem Abstand von ca. 73 Seemeilen auf Boris Herrmann.

Boris Herrmann berichtete in seinem Videoblog von kleinen Basteleien, die ihn beschäftigen: Day 37 – Have a look at the broken hydro generator https://youtu.be/ATQVXKwgZ8Q

Auf dem Screenshot ist schön zu erkennen, wie die Segler die virtuelle Eisgrenze entlangsurfen. Der Screenshot kommt heute mal im Breitformat und deckt einen Bereich von ca. 1.300 Seemeilen ab.

Vendée Globe / Tracking map – Vendée Globe – En – https://www.vendeeglobe.org/en/tracking-map