unsportliches Verhalten?

Ob es sich bei der gerichtlichen Eingabe von Oracle um unsportliches Verhalten handelt oder nicht, spielt eigentlich keine Rolle mehr, denn der Schlagzeile der NZZ ist wenig hinzufügen: America’s Cup – Farce mit Fortsetzungen und für die durch die ewigen Prozesse ausgeschlossenen war es auf jeden Fall eine gute Idee, eine eigene Serie zu gründen.

AllforOne

AllforOne heiß ein Projekt, das Jochen Schümann und Stephane Kandler aus der Taufe gehoben haben, um bereits im November bei der "Louis Vuitton World Series" an den Start zu gehen. Das große Ziel ist allerdings beim nächsten Americas-Cup dabei zu sein und deutschen Olympiaseglern eine Perspektive als Profisegler zu geben.

Dabei beschränkt sich das Team aber nicht nur auf Starts in den 12ern sondern will auch in kleineren Klassen, die bei Regattaserien wie Audi MedCup, der RC44-Serie und World Match Racing Tour an den Start gehen.

Mehr auf der Homepage des Teams AllforOne und im Interview auf welt.de Schümann trimmt die Deutschen für den America’s Cup

Weltserie für AmericasCupper

America’s-Cup-Teams gründen neue Weltserie

Es wurde auch langsam Zeit, daß sich die geschlagenen und inzwischen abgeschlagenen Teams von den Streitereien zwischen Alinghi und BMW Oracle abwenden und ihr eigenes Ding machen.

Das neue Regattaformat soll "Louis Vuitton World Series" heißen und kehrt damit auch zu den Zeiten zurück, als Louis Vuitton noch Sponsor beim Americas Cup war. Jochen Schümann wird in einem neu gegründeten europäischen Team wieder am Start sein, während Alinghi nicht dabei ist, weil angeblich die Mittel nicht vorhanden sind.

Gegen den Strich

Was genau Larry Ellison bewegt, inzwischen weit mehr als einhundert Millionen Dollar zu investieren, um den ältesten Segelpokal der Welt zu gewinnen, kann uns eigentlich egal sein. Auch, daß ihm scheinbar alles gegen den Strich geht, was nicht von ihm ausgeht.

Denn dadurch entstehen überaus faszinierende Segelmaschinen, bei denen nicht mehr gilt: Geschwindigkeit bringt Sicherheit. Denn wenn bei 50 Knoten Geschwindigkeit irgendetwas passiert, gibt es mächtig viel Kleinholz.


aus: Mit dem Trimaran – oder gar nicht

Absurdistan

Daß der Americascup den Rahmen normalen sportlichen Handelns schon lange verlassen hat, ist spätestens seit den juristischen Auseinandersetzungen um die nächste Auflage klar. Daß den Beteiligten aber auch sonst jegliche Normalität abhanden gekommen ist, zeigt jetzt der Transport des neuen Katamarans der Alinghi per Hubschrauber über die Alpen.

gesehen bei: segeln-magazin – Alinghi lässt Trainings-Tri mit Helikopter über die Alpen fliegen

Auch die Redakteure des Magazins Segeln scheinen schon etwas den Überblick verloren zu haben, denn einen Trimaran fährt eigentlich die Konkurrenz von BMW Oracle.

Montag geht es los

Am Montag 16. April startet nun endlich der 2007er Americas Cup vor Valencia. Die Startliste wurde veröffentlicht (Louis Vuitton Cup Round Robins pairing list) und damit ist der Ablauf der ersten Wettfahrten des Louis Vuitton Cup festgelegt.

In der Vorrunde, Act 1 bis 13 die in den letzten Monaten ausgesegelt wurde, segelten die 11 Herausforderer noch gegen den Verteidiger Alinghi. Ab Montag aber muss sich Alinghi allein auf das Finale vorbereiten, während die Gegner sich im harten Matchracegeplänkel immer weiter steigern werden.

Erwartet wird, daß die großen Teams wie Oracle, New Zealand oder Luna Rossa die Rennen dominieren werden und am Ende unter sich den Herausforderer finden. Aber Matchrace ist etwas anderes als die bisher gesegelten Fleetraces und so wird es sicher die eine oder andere Überraschung geben.