Volvo | Volvo Ocean Race 2014/2015: Sieben Teams stellen sich dem größten Segel-Abenteuer | Pressemitteilung | Pressemeldung

Das Volvo Ocean Race 2014/2015 steht vor der Tür und so wird es wohl lwieder stärker in den Focus der Medien rücken. Heute gibt es z.B. eine offizielle Pressemitteilung:

Volvo | Volvo Ocean Race 2014/2015: Sieben Teams stellen sich dem größten Segel-Abenteuer | Pressemitteilung | Pressemeldung
http://www.pressrelations.de/new/standard/result_main.cfm?aktion=jour_pm&comefrom=scan&r=575005

Volvo Ocean Race 2014/15

Die Internationalen Bodensee Nachrichten berichten mit einem informativen Artikel über den Bau der neuen Volvo Ocean Race Schiffe und die Herausforderungen aber auch Chancen einer Einheitsbootsklasse, die zudem auch bei den Segeln keinen Spielraum hat. Es erinnert etwas an die Situation bei den Lasern. Identische Boote reduzieren den Wettkampf auf die Fertigkeiten der Crews, der Faktor Material wird mehr oder weniger ausgeschlossen. Spannend bleibt aber die Frage, wie die zukünftigen Teams das aufnehmen, ob es größere Teilnehmerfelder gibt und wie sich die eigentliche Regatta nachher entwickelt.

Regatta / Segeln / Einheitsklasse Volvo Ocean 65 in Bau / IBN

Die Yacht hat am 06.12.2012 auch über dieses Thema geschrieben und eine Reihe von Bildern veröffentlicht:

Entstehung einer Einheitsklasse

VO651

vo652

Expeditionsschoner La Louise

Wenn ich mal groß bin und das weite Wasser erkunden will, könnte es so ein Schoner sein, der das Schiff meiner Wahl würde: Voyagez avec La Louise

Volvo Ocean Race 2011/2012

Beim aktuellen Volvo Ocean Race kommt bei mir nicht die Beigeisterung auf, die die letzten Rennen auslöste. Die frühen Schadensfälle und die Tatsache, daß Schiffe einfach auf Frachter geladen werden, die eigenartige Route, die In-Port-Races und jetzt auch noch die Stealth-Zone … alles Punkte, die mich einfach davon abhalten, Begeisterung zu entwickeln. Das VOR (früher Whitbread Round the World) hatte seinen Reize u.a. dadurch, daß es ewig durch die 40er, 50er Breitengrade ging, daß die Etappen lang waren und Schiffe einfach raus waren, wenn es einen heftigen Schaden gab (und daher vielleicht auch nicht so an die Grenzen des Materials gegangen wurde).

Aber das, was wir zur Zeit sehen, ist zu sehr der Kompromiss an die Geldgeber (wenn schon ein Schiff von uns mitfährt, möchten wir auch Zielhafen sein …).

In der Welt-online-Ausgabe gab es zwei gegensätzliche Artikel, die die Problematik etwas beleuchten, aus einem zitiere ich ein kleines Stück:

>>Liebe Veranstalter, besinnt euch wieder auf eure Stärken, bevor vom Ocean Race nur noch ein Abklatsch bleibt! Ihr habt noch sechs Teilnehmer, so wenige wie nie zuvor. Darunter zwei, die sich vom spanischen Steuersparmodell der Veranstalter haben locken lassen. Natürlich hilft die Weltwirtschaftskrise auch dem Ocean Race nicht auf der Suche nach einer starken Teilnehmerflotte. Faule Kompromisse tun es aber auch nicht. So geht das schöne Rennen unter.<<

Diese Regatta ist spannend / Diese Regatta läuft falsch

Es gibt auch andere Langstreckenveranstaltungen, bei denen sich Formate geändert haben, es zur Zeit aber scheint, als wären die Organisatoren wieder auf dem richtigen (oder zumindest besseren) Weg. Dem VOR wünsche ich, daß der Sport wieder mehr im Vordergrund stehen wird und dadurch die Sponsoren einzelner Teams vielleicht auch eher zu bewegen sind, so viel Geld für die schönste Nebensache der Welt auszugeben.

Herausforderung in Logistik

Da waren es nur noch 3 …

Vor zwei Tagen hat PUMA Ocean Racing auf dem Südatlantik seinen Mast verloren und das Feld beim Volvo Ocean Race auf nur noch 3 Yachten reduziert. Um wieder am Rennen teilnehmen zu können, steht dem Team eine größere logistische Herausforderung bevor. Teil eins wurde schon mal gemeistert, es wurde ein Frachter gefunden, von dem einige Liter Diesel gebunkert werden konnten.

Die nächsten Aufgaben sind aber wohl noch etwas schwieriger: Von Kapstadt aus ist ein Frachter unterwegs, der bei Tristan da Cunha (http://de.wikipedia.org/wiki/Tristan_da_Cunha) PUMA an Deck nehmen und weiter nach Kapstadt bringen soll. Der Hafen kann dabei wohl nicht genutzt werden, da er zu flach ist. Die Aufnahme wird also auf offener See erfolgen müssen. Bei ungünstigen Wetterbedinungen kann das gerne auch mal länger dauern …

Parallel dazu muss noch der Ersatzmast aus den USA nach Südafrika verschifft (in diesem Fall müsste es vielleicht verflogen heißen) werden und vor allem muss die Ursache für das Versagen des Mastes gefunden werden. Wenn es ein strukturelles oder konstruktives Problem des Mastes ist, steht PUMA vor einer größeren Herausforderung.

Für mich wäre eine generelle Ursachensuche für das Ausscheiden von bisher 50% des Feldes interessant. Ist es wirklich eine unglückliche Aneinanderreihung von Zufällen oder steckt mehr dahinter, sind die Grenzen der Materialbelastbarkeit so weit erreicht, dass kleinste Fehler große Ursachen haben.

Bei all der Euphorie die durch das Segeln mit hohen Geschwindigkeiten entsteht, bleibt auch die Frage, ob es mit einer etwas größeren Sicherheit nicht auch noch überaus spannend wäre. Die seglerische und auch körperliche Leistung der Segler tritt bei technischen Fehlern immer in den Hintergrund.

Neben den Informationen von der volvooceanrace.com-Seite war auch der Bericht bei den Segelreportern sehr gut geschrieben:

Volvo Ocean Race: Die Logistik. Wie Puma ohne Rigg nach Kapstadt kommt Diesel statt Truthahn
http://segelreporter.com/blog/2011/11/23/volvo-ocean-race-die-logistik-wie-puma-ohne-rigg-nach-kapstadt-kommt/

Zur Mastproblematik gab es bei den SR auch noch einen Bericht zu einem Telefoninterview mit dem Konstrukteur des Mastes von Abu Dhabi Racing:

Volvo Ocean Race: Abu Dhabi Strukturspezialist Thomas Hahn nennt die Gründe für den Mastbruch „Verkettung unglücklicher Umstände“
http://segelreporter.com/blog/2011/11/21/volvo-ocean-race-abu-dhabi-strukturspezialist-thomas-hahn-nennt-die-gruende-fuer-den-mastbruch/

Es geht los

Das VOR 2011/2012 ist heute im Mittelmeer gestartet worden. Nur 6 Teams haben die Energie (und vor allem Mittel) aufgebracht für dieses Event. Damit fällt es weit hinter die letzten Rennen zurück, aber nach dem sehr spannenden „Illbruck-Rennen“ und dem Nachfolger von 2005/06 bei dem ABN AMRO ONE glorreich gewann, schien die Luft sowieso etwas raus.

über: Auf dem langen Weg nach Süden

Zu Gast auf „Camper“

Tim Kröger berichtet von einem Testschlag auf dem VO70-Racer „Camper“ auf dem Mittelmeer, beschreibt das Schiff und zieht Parallelen zu den früheren Rennen und Yachten: Arbeiten unter der Dauerdusche

Pink im Sturm


© Brett Costello/Daily Telegraph

über:
Jessica-Watson-Bild für Foto-Award nominiert
So hart kann Mädchen-Segeln sein

Start des Barcelona World Race

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Bild: Die Gewinner des Auftaktrennens, Quelle FNOB

Vom Start des Barcelona World Grace berichtet yacht.de am letzten Tag des Jahres 2010. Aus deutscher Sicht ist vor allem die Teilnahme von Boris Herrmann zu erwähnen, der mit seinem Co-Skipper auf Platz 10 von 14 Startern beim Auftaktrennen kam.

Gewonnen haben Kito de Pavant und Sebastien Audigane auf „Groupe Bel“ vor der favorisierten „Foncia“.

http://www.yacht.de/yo/yo_news/powerslave,id,10228,nodeid,33.html

In 80?


(Flyby of Groupama 3 – 19/03/2010 – © Yvan Zedda / Marine Nationale
Flyby of the maxi trimaran Groupama 3 to the NE of the Azores aboard a
Falcon 50 fleet 24F from the Naval Air Base of Lann-Bihoué) – Quelle: Cammas Groupama

Jule Verne wäre vielleicht neidisch auf die neue Rekordzeit für die Umrundung der Welt auf einem segelgetriebenen Fahrzeug, die Franck Cammas mit seiner Crew auf seinem Trimaran Groupama 3 ersegelte.

Nach nur 48 Tagen, sieben Stunden, 44 Minuten und 52 Sekunden erreichten sie die Ziellinie bei der Insel Ouessant in Frankreich. Erstaunlich auch die Durchschnittsgeschwindigkeit, mit der die Groupama unterwegs war. 18,76 Knoten (ca. 35 km/h) erreichen nicht einmal alle Frachter, die auf den Weltmeeren unterwegs sind und der Rekord der Motoryachten bei Weltumrundungen liegt weit unterhalb dieser Marke.

Frank Cammas bricht Weltumrundungs-Rekord / Groupama 3 umsegelt die Welt mit Fabelrekord