Es geht los

Das VOR 2011/2012 ist heute im Mittelmeer gestartet worden. Nur 6 Teams haben die Energie (und vor allem Mittel) aufgebracht für dieses Event. Damit fällt es weit hinter die letzten Rennen zurück, aber nach dem sehr spannenden „Illbruck-Rennen“ und dem Nachfolger von 2005/06 bei dem ABN AMRO ONE glorreich gewann, schien die Luft sowieso etwas raus.

über: Auf dem langen Weg nach Süden

Die WELT über die Extreme-40 Regatta vor Sizilien

>>In der Extreme-40-Klasse ist der Name Programm, die Yachten sind leicht und minimalistisch wie Formel-Autos. Zwischen den Rümpfen findet die Crew nur ein grobmaschiges Netztrampolin vor, und die Seile, mit denen die Segel bedient werden, bestehen aus Kunststofffasern, die auch in der Panzerung von Kampfhubschraubern vorkommen. Wenn hier etwas reißt, gibt es Verletzte. Wenn die Schiffe kentern, krallt sich die vierköpfige Crew (plus ein Gast) ans Trampolin oder stürzt sechs Meter in die Tiefe. Wer Glück hat, trifft auf Wasser und nicht auf Karbon. Ab Windstärke 3 tragen alle an Bord Helme.<<

WELT MOBIL
http://m.welt.de/article.do?id=%252Fprint%252Fwams%252Fmotor%252Farticle13649656%252FIst-das-noch-richtiger-Sport.html

Der "neue" Americascup

Seit Vorgestern ist es nun also raus, der neue 34. Americascup soll auf Riesen-Flügelkatamaranen stattfinden, wo ist allerdings noch nicht bekannt.

Zu den neuen Yachten wurde auch ein animiertes Video veröffentlicht:

Die Segelreporter haben in den letzten Tagen öfter über das Thema berichtet und u.a. Jochen Schühmann (Herr Schümann, wird es ein deutsches AC Team geben?) interviewt und ein Fernsehinterview des neuseeländischen Fernsehen mit Grant Dalton gefunden: "Nicht mehr als fünf Herausforderer"

Match Race team Hamburg

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Das Match Race Team Hamburg ist auf dem Weg nach Olympia in London und Kerstin, die einige auch als Inge kennen, wird den Werbellinsee dabei vertreten!

VOR 2011/12


Ocean Race bekommt Rückenwind

Rechteentzug

>>Noch nie wurden dem Defender so viele Rechte genommen wie bei diesem America’s Cup. Wir haben uns gegen die verschiedenen Entscheidungen des Gerichts immer wieder gewehrt, aber es ist nun einmal ein America’s Cup und nicht ein Europa Cup.<<

Ernesto Bertarelli im Interview mit der NZZ zum letzten Americas Cup: Alinghi gibt es weiter – nach einer Atempause

2:0

Am Wochenende hat der Trimaran von BMWORACLE den Katamaran von Alinghi zum zweiten mal geschlagen und damit den 33. Americas Cup vorläufig gewonnen. Sportlich war es nicht besonders spannend, da es nur um reine Geschwindigkeit ging, gerichtlich könnte es noch spannend werden, da noch Klagen offen sind und jederzeit auch irgendwer neu klagen könnte. Was dabei oft nur wenig Beachtung findet, sind die Menschen, die das Projekt am Laufen halten und oft nicht so sehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen.

Die FAZ hat 2 von ihnen interviewt: Was hat dieses Batmobil mit BMW zu tun?

Größte Materialschlacht der Meere

Der Spiegel hat’s ganz gut überschrieben, indem er schrieb: >>Die größte Materialschlacht der Meere steht bevor.<< (aus: America’s Cup – Hightech-Giganten am Limit) Gut finde ich es aber trotzdem nicht, denn immer dann, wenn Geld eigentlich keine Rolle mehr spielt, geht es nicht wirklich um fairen Sport. Die ganze Geschichte erinnert mich stark an das absurde Duell zwischen dem amerikanischen Katamaran und dem neuseeländischen Monohull im Jahre 1988, bei dem der Amerikaner Dennis Conner das legendäre „ungleiche Duell“ für sich entschied.

Ganz so ungleich ist es dieses mal nicht, da beide Teams auf Mehrrümpfer setzen, aber die Schiffe sind weit weniger miteinander zu vergleichen als die "klassischen" Americas-Cup-Yachten und so könnten kleine Unterschiede im Wind ganz große Wirkung zeigen und es wird nicht zwingend das seglerisch bessere Team gewinnen.

Aber darum scheint es ja sowieso nicht zu gehen.

Der Spiegelartikel enthält noch ein Paar nette Bilder, das Hamburger Abendblatt hat auch noch einen netten Artikel (Seeschlacht der Milliardärs-Yachten beim America’s Cup) geschrieben und recht aktuell sind immer Die Segelnews.

Hamburger Manöver

Hamburger Manöver

Gestoßen bin ich über den Begriff bei einer Diskussion der 505-Segler und da er mir neu war, hieß es zu suchen. Aber schon die ersten Suchergebnisse sind sehr gut brauchbar.

Beim Hamburger Manöver handelt es sich um ein Mann-über-Bord-Manöver (MOB). Der entscheidende Punkt ist, mit back stehender Fock zu wenden und so auf den zu rettenden zuzufahren. Vorteil ist, daß es schnell geht und man das Schiff nicht treiben lassen muß. In alten Leerbüchern wird oft ein Q-Wende-Manöver beschrieben, was deutlich komplizierter auszuführen wäre.

Eine schöne Erklärung findet sich hier: Sicherheit auf See – Sicherheitsmanöver. Zu anderen MOBs sagt wikipedia noch etwas: Mann-über-Bord-Manöver

push button-sailing

"push button-sailing" soll Russell Coutts die Art des Segelns auf den neuen AmericasCup-Tri- und -Katamaranen genannt haben. Und richtig, es geht bei den Dingern wohl wirklich nicht mehr um klassisches Segeln, aber schließlich geht es bei dieser Ausgabe auch nicht um sportlichen Wettkampf.


Bild: BMW Oracle Racing

SPON hat sich mal wieder mit dem Thema beschäftigt und auch ein kurzes Video vom BMW-Oracle-Tri im Netz: America’s Cup – Wettrüsten im Wind