Windjammersegeln

Die Großsegler stellten die letzte Evolutionsstufe der Frachtensegler ohne eigenen Antrieb dar. Obwohl die Schiffe schon einige Erleichterungen für die Besatzung boten wie zum Beispiel mechanische Winden für die Brassen (siehe wikipedia: Rahsegel), war das Leben an Bord immer noch überaus hart und gefährlich und in keinem Fall zu vergleichen, was heute auf modernen Großseglern erlebt werden kann:

"Ich bekam eine Koje an der eisernen Bordwand zugewiesen, was – wie ich später feststellte – nicht gerade ein Vorteil war: War es warm, lief Kondenswasser die Schweißnähte herunter, und in der Kälte bildeten sich daran Eiszapfen."


Großsegler "Priwall" : Die Masten des mächtigen Schiffes waren 56 Meter hoch. Wer da hoch kletterte, musste seine Angst und seinen Instinkt überwinden. Ein Sicherungsseil gab es nicht, dafür Matrosen, die Neulinge mit Ohrfeigen und Gebrüll hinauftrieben.

aus Kapitäne erzählen – Auf Kollisionskurs nach Kap Hoorn (spiegel einestages: Auszüge aus dem Buch von Stefan Krücken: "Sturmkap – Um Kap Hoorn und durch den Krieg – die unglaubliche Reise von Kapitän Jürgens".)